IN PRODUKTION: TOD DES GENIES? AI UND DIE ZUKUNFT DER KUNST, 3Sat, 37 Minuten

Kunst die sich mit neuen Technologien auseinandersetzt, die mit Artificial Intelligence und Robotik arbeitet, liegt im Trend. Opernstar Andrea Bocelli lässt sich von einem Humanoiden dirigieren. Das Theaterkollektiv Rimini Protokoll fertigt für ihr Stück Uncanny Valley ein animatronisches Double des Schriftstellers Thomas Melle, das dem Original verblüffend ähnlich sieht. Und ein chinesischer Smartphone-Fabrikant sorgt für Schlagzeilen, weil er Franz Schuberts „Unvollendete“ von künstlicher Intelligenz vollenden lässt und in London zur Aufführung bringt. Marina Abramovic stellt sich als Hologramm aus.

Was bisher noch spielerisch war scheint jetzt Realität zu werden. Der Künstler ist ein Genie und somit unersetzlich – doch das könnte sich künftig ändern. Erste Beispiele gibt es schon: Das von künstlicher Intelligenz erstellte Porträt von Edmond de Belamy wurde vom New Yorker Auktionshaus Christie’s für 432.500 Dollar versteigert und übertraf den geschätzten Wert damit um mehr als das Vierzigfache. Urheber des Bildes: Künstliche Intelligenz. Hinter dem Coup steckt das Künstlerkollektiv Obvious. Nun wird darüber gestritten, wer eigentlich der Künstler ist, denn Obvious haben die AI schließlich zum Einsatz gebracht. Ereignisse, die erahnen lassen, wie die Kunst der Zukunft aussehen könnte, aussehen wird.

Was die einen für revolutionär halten, halten die anderen für Effekthascherei, kitschig und gefährlich. Denn der zunehmende Einsatz neuer Technologien in der Kultur droht, den Künstler abzuschaffen. Doch wieviel Robotik verträgt die Kunst? Immerhin ist sie ein Ausdruck menschlichen Erlebens und ein Versuch, die Conditio Humana zu verhandeln. Kann sich eine Maschine also wirklich als eigenständiger Akteur in den komplexen Prozess einfügen, der für das Schaffen eines Kunstwerks nötig ist?

Buch / Regie: Frauke Schlieckau. Eine Produktion von Lona Media

IN PRODUKTION: ARTE RE: BASTA FÜR DIE PASTA? – DIE NUDELFRAUEN VON BARI FÜRCHTEN UM IHRE EXISTENZ

Die italienische Wirtschaft stagniert seit Jahren, nur die Lebensmittelbranche boomt noch. Doch jetzt gerät auch sie zunehmend unter Druck – wegen immer strengerer, gesetzlicher Regelungen. So führte eine Polizeirazzia in der Hafenstadt Bari zu einem Kulturkampf um die traditionelle Pastaproduktion in der Stadt. Eine Produktion von Kobalt Productions.

IN PRODUKTION: AUGUST DIEHL UND VALERIE PACHNER ÜBER TERRENCE MALICK UND IHREN NEUEN FILM „A HIDDEN LIFE“  – FÜR ARTE METROPOLIS 

Im Jahre 1997 wurde der Landwirt Franz Jägerstätter seliggesprochen. Der fromme Katholik hatte aus Gewissensgründen im Dritten Reich den Kriegsdienst und den Eid auf Hitler verweigert, dafür wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet. Regisseur Terrence Malick setzt diesem Märtyrer nun ein bildgewaltiges Denkmal. Ein Gespräch mit August Diehl und Valerie Pachner über eine ungewöhnliche Geschichte des Widerstands und die Arbeit mit dem Poeten unter den Regisseuren.