ON SCREEN: ZDF ASPEKTE „GREEN ART“ – KLIMASCHUTZ VERSUS KUNSTFREIHEIT

Kunst für das Klima boomt. Die Rettung des Planeten war das Thema der Biennalen und Kunstevents bevor Corona den Kulturbetrieb lahmlegte. Doch solche Veranstaltungen und Kunstaktionen sind selbst nicht klimaneutral.

In der Bildenden Kunst gibt es längst einen festen Begriff für Kunst, die sich mit Umweltthemen auseinandersetzt: Environmental Art. Ihr Superstar: Der Däne Olafur Eliasson. Zum Weltklimagipfel 2015 ließ er riesige Brocken Grönland-Eis nach Paris schiffen und formte aus ihnen eine Art Sonnenuhr, die „Icewatch“, um auf das Schmelzen der Pole aufmerksam zu machen. Letztes Jahr wiederholte er das Spektakel vor der Londoner Tate Modern. Doch die klimakritische Kunst, die uns wachrütteln will, produziert bei solchen Aktionen oft selbst viel Co2. Ist das nicht bigott? –

Ja“, sagt der Berliner Künstler Julius von Bismarck, der für sein jüngstes klimakritisches Werk nach Kalifornien und Schweden reiste und sich dort ins Zentrum großer Waldbrände begab: „Der Kunstbetrieb ist natürlich bigott, aber ich wüsste nicht, welcher Betrieb das nicht ist. Vielleicht ist der Kunstbetrieb deshalb bigott, weil man denkt, Kunst ist was Gutes. Aber für mich ist Kunst nicht etwas Gutes sondern eher was Freies.“ 

Engt man also die Freiheit der Kunst ein, wenn man versucht, Kunstwerke möglichst umweltschonend herzustellen? In dieser Debatte kommen außerdem zu Wort: die Künstler Julian Charrière und Andreas Greiner, der Choreograf Jérôme Bel, der Galerist André Schlechtriem sowie der Soziologe und kritische Kunstbetrachter Harald Welzer. Der ganze Beitrag bei ZDF Aspekte

Autorin: Frauke Schlieckau